Die Diskussion rund um die Finanzierung der 24-Stunden-Betreuung gewinnt aktuell wieder deutlich an Bedeutung. Mehrere Hilfsorganisationen und Interessenvertretungen fordern eine spürbare Erhöhung der staatlichen Förderung für die Betreuung zu Hause. Im Mittelpunkt steht dabei die Forderung, die Förderung für die 24-Stunden-Betreuung deutlich an die gestiegenen Kosten anzupassen.

Derzeit beträgt die Förderung bei zwei selbstständig tätigen Betreuungspersonen maximal 800 Euro pro Monat. Bei zwei unselbstständig beschäftigten Betreuungspersonen sind bis zu 1.600 Euro pro Monat möglich. Voraussetzung ist unter anderem ein entsprechender Betreuungsbedarf, in der Regel ab Pflegegeldstufe 3, sowie die Einhaltung der Einkommensgrenze.

Aktuell wird unter anderem gefordert, die Förderung für selbstständige Betreuungskräfte von 800 Euro auf 1.600 Euro monatlich zu verdoppeln. Zusätzlich soll die Einkommensgrenze von derzeit 2.500 Euro netto monatlich auf 4.055 Euro angehoben werden. Begründet wird dies vor allem mit den starken Kostensteigerungen der vergangenen Jahre und dem inflationsbedingten Wertverlust der bisherigen Förderung.

Für viele Familien ist die 24-Stunden-Betreuung ein entscheidender Baustein, damit pflegebedürftige Menschen weiterhin in ihrer vertrauten Umgebung leben können. Gleichzeitig steigen die finanziellen Belastungen: Betreuungskosten, Fahrtkosten, Sozialversicherung, Organisation und laufende Lebenshaltungskosten müssen verlässlich gedeckt werden. Eine höhere Förderung würde daher nicht nur Familien entlasten, sondern auch dazu beitragen, Betreuung zu Hause langfristig leistbarer und planbarer zu machen.

Gerade im Vergleich zur stationären Pflege zeigt sich, wie wichtig dieses Modell ist. In aktuellen Berichten wird darauf hingewiesen, dass die 24-Stunden-Betreuung für die öffentliche Hand deutlich günstiger sein kann als ein Pflegeheimplatz. Gleichzeitig entspricht sie dem Wunsch vieler Menschen, möglichst lange zu Hause bleiben zu können.

Aus Sicht von LWL24 ist klar: Familien brauchen in dieser sensiblen Lebensphase nicht nur finanzielle Unterstützung, sondern auch verlässliche Begleitung. Eine gute 24-Stunden-Betreuung bedeutet Organisation, Sicherheit, faire Rahmenbedingungen für Betreuungskräfte und eine persönliche Ansprechstelle für Angehörige.

Wir begrüßen daher jede Diskussion, die zu einer echten Entlastung für Familien führt. Eine Anpassung der Förderung wäre ein wichtiger Schritt, damit Betreuung zu Hause auch in Zukunft für möglichst viele Menschen leistbar bleibt.

LWL24 unterstützt Familien bei allen Fragen rund um die 24-Stunden-Betreuung – von der Organisation über die Fördermöglichkeiten bis zur laufenden Begleitung im Alltag.

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